Tipps & Tricks zum arbeiten mit Windows® zum Arbeiten mit Windows Betriebssystemen
Anonymes surfen - geht das?
So
ohne weiteres ist es nicht möglich, anonym zu surfen. Der Grund:
jede angeforderte Information die abfragen muss Sie - den
Abfragenden - als ihren Empfänger identifizieren, damit die Antwort
sie erreichen kann. Sind Sie nicht identifizierbar, läuft die
Information ins leere - das heißt, sie erreicht Sie nicht. Als
Empfänger der jeweiligen Information zeichnet Sie Ihre IP-Adresse
aus - ähnlich Ihrer Adresse beim Empfang einer Postsendung.
Deshalb muss Ihre IP als Zieladresse bekannt sein. Will man nun
"anonym" bleiben, hilft ein Proxyserver.
Was ist ein Proxyserver ?
Die wörtliche Übersetzung: Stellvertreter
Wenn Sie mit einem Browser wie IE, Firefox oder Netscape eine Seite
laden - Informationen abrunden - die auf einem anderen Server
außerhalb Ihres Netzwerkes liegt - bedeutet dies, daß das
Browser-Programm eine TCP (Transmission Control
Protokoll)-Verbindung über das Internet zu dem Server außerhalb
Ihres Netzwerkes aufbaut und von dort die Daten empfängt. Wird
dieser Browser für die Verwendung eines Proxy-Servers konfiguriert,
baut das Browser-Programm eine Verbindung zum Proxy-Server auf und
nennt diesem die Adresse von wo die Daten geholt werden sollen. Der
Proxy baut dann eine Verbindung auf und holt die Daten über das
Internet vom Original-Server und reicht sie anschließend an Ihr
Browserprogramm weiter.
Der Proxy-Server erledigt also Übertragungen aus/zwischen den
verschiedenen Netzen, zum Beispiel dem Internet und dem Intranet.
Hierzu verwendet er spezielle Anwendungsprotokolle wie HTTP und ggf.
Gopher und FTP. Die Auswahl welches Protokoll verwendet wird,
entscheidet der Client der die Anfrage beginnend mit http:, gopher:
bzw. ftp: an den Proxy übergibt. Ist der Proxy-Server mit einem
Cache konfiguriert - Proxy-Caching-Server - werden empfangene Daten
zusätzlich in einem lokalen Volume gespeichert, was den Vorteil hat,
dass bei der nächsten Anfrage eines Clients nach diesem Dokument
nicht erneut eine Verbindung aufgebaut werden muss, sondern dass die
Daten von dem Lokal gespeicherten Volume ausgelesen werden können
(Geschwindigkeitsvorteil).
Damit nicht veraltete Daten übertragen werden, prüft der Proxy
periodisch, ober die auf dem Originalserver gespeicherten Daten mit
den Cachedaten des Proxys noch übereinstimmen. Ist dies nicht der
Fall, werden die Daten im Proxy-Cache aktualisiert (allerdings nur
bei HTTP).
Soweit die Erklärung, was denn ein Proxyserver ist und wie er
arbeitet. Was hat das nun mit dem anonymen surfen zu tun?
Verwenden Sie einen Proxyserver, weiß nur er, welcher Client die
Anfrage ins WWW-schickt. Die IP- oder MAC-Adresse oder der
Systemname wird vom Proxy nicht nach außen weitergegeben.
Bis hierher hört sich alles noch ganz gut an. Aber - die Kehrseite
der Medaille:
Betreiben Sie nicht selbst einen Proxy und verwenden Sie einen
Proxyserver eines x-beliebigen Providers, wissen Sie nicht, wie
sorgfältig er die Protokolle löscht. Der Betreiber des Proxy´s kennt
alle Ihre IP-Adressen. MAC-Adressen, System-/NETBios-Namen und er
weis selbstverständlich auch, welche Information Sie wann und von wo
abgerufen haben. Werden jedoch alle Ihre Zugriffsdaten sauber
gelöscht - Beispielsweise nach Ende einer Sitzung (Client / Proxy) -
oder werden Ihre Daten erst gar nicht gespeichert, surfen Sie anonym
und sind nach der Löschung nicht zurück verfolgbar.
Wenn Sie den Prox nicht selbst betreiben, weiß man nicht wie der
Betreiber mit den Daten umgeht - und spätestens hier endet die
Anonymität.
Lösung:
Selbst einen Proxy betrieben. Was muss man hierfür machen? Man
benötigt spezielle Software und am besten einen eigenen Rechner
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